{"id":3774,"date":"2020-07-24T12:53:12","date_gmt":"2020-07-24T12:53:12","guid":{"rendered":"https:\/\/practice-school.eu\/exercise-5-scenarios\/"},"modified":"2020-10-19T07:26:32","modified_gmt":"2020-10-19T07:26:32","slug":"exercise-5-scenarios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/practice-school.eu\/de\/exercise-5-scenarios\/","title":{"rendered":"\u00dcbung 5: Fallbeispiele &#8211; Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Positionen im Klassenzimmer"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Hero&#8220; _builder_version=&#8220;3.22&#8243; background_color=&#8220;#D21A50&#8243; background_color_gradient_direction=&#8220;170deg&#8220; custom_padding=&#8220;0|0px|0|0px|false|false&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_4,3_4&#8243; make_equal=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;3.25&#8243;][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/practice-school.eu\/wp-content\/uploads\/logo-practice.png&#8220; align_tablet=&#8220;center&#8220; align_phone=&#8220;&#8220; align_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; _builder_version=&#8220;3.23&#8243; max_width=&#8220;59%&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_post_title meta=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; text_color=&#8220;light&#8220; module_id=&#8220;headerpart1module6exercise5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; title_font=&#8220;|800||on|||||&#8220; title_text_color=&#8220;#ffffff&#8220; title_font_size=&#8220;54px&#8220; custom_margin=&#8220;45px||&#8220;][\/et_pb_post_title][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243; custom_padding=&#8220;51.2px|0px|0|0px|false|false&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; custom_padding=&#8220;25.6px|0px|0|0px|false|false&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text ul_item_indent=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; text_font_size=&#8220;16px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; header_3_font=&#8220;|600|||||||&#8220; header_3_text_color=&#8220;#d21a50&#8243; custom_padding=&#8220;||0px|||&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden werden vier Fallbeispiele f\u00fcr interkulturelle Konflikte in der Schule vorgestellt (Quelle: Ufuq.de \u2013 \u201eThe kids are alright\u201c, leicht modifiziert). Bitte \u00fcberlegen Sie f\u00fcr jedes Beispiel, wie Sie mit der jeweiligen Situation umgehen w\u00fcrden. Im Anschluss an ihre eigene Reflexion lesen Sie bitte die Hintergrundinformationen und p\u00e4dagogischen Optionen bzw. Handlungsempfehlungen und vergleichen Sie sie mit Ihren eigenen Antworten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_accordion open_toggle_text_color=&#8220;#4e7b96&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#e7eef2&#8243; icon_color=&#8220;#4e7b96&#8243; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; toggle_text_color=&#8220;#4e7b96&#8243; toggle_font=&#8220;|600|||||||&#8220; body_font_size=&#8220;15px&#8220; body_line_height=&#8220;1.8em&#8220; border_width_all=&#8220;2px&#8220; border_color_all=&#8220;#4e7b96&#8243;][et_pb_accordion_item title=&#8220;Fallbeispiel 1: Neu mit Kopftuch &#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; body_ul_item_indent=&#8220;30px&#8220; open=&#8220;on&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Nach den Sommerferien kommt ein muslimisches M\u00e4dchen zur Schule und tr\u00e4gt pl\u00f6tzlich ein Kopftuch, das ihr Haar bedeckt. Einige der anderen M\u00e4dchen kommentieren diese Tatsache negativ.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #4e7b96;\"><strong>Hintergrund:\u00a0<\/strong><\/span><br \/><span style=\"color: #4e7b96;\">Ob jemand religi\u00f6s ist, l\u00e4sst sich nicht am Kopftuch ablesen. Trotzdem ist es in der \u00f6ffentlichen Auseinandersetzung f\u00fcr viele ein Symbol \u201edes Islams\u201c: Als solches m\u00f6chten es die einen verteidigen. F\u00fcr andere ist es Ausdruck von Unterdr\u00fcckung. Dabei sind im Alltag die Motive und die Formen, das Tuch zu tragen, sehr vielf\u00e4ltig. So tr\u00e4gt die Tochter Kopftuch, ihre Schwester oder die Mutter aber nicht. Gleich ob freiwillig oder aufgezwungen: Der erste Schultag mit Kopftuch \u2013 zum Beispiel nach den Sommerferien \u2013 ist f\u00fcr alle eine gro\u00dfe H\u00fcrde. Und mit Salafismus hat es sehr selten zu tun.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>P\u00e4dagogische Optionen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Jugendliche m\u00f6gen es meist nicht, auf Ver\u00e4nderung angesprochen zu werden, die K\u00f6rper oder Pers\u00f6nlichkeit betreffen. Wenn Sie M\u00e4dchen ansprechen, weil sie \u201eneu\u201c mit Kopftuch sind, dann sollte das interessiert und nicht problemorientiert sein. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Geben Sie sich als Ansprechpartner*in zu erkennen, wenn es zur Diskriminierung kommt. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Suchen Sie nach pragmatischen L\u00f6sungen, wenn es zu Problemen kommt, etwa im Sportunterricht. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Wenn in der Schule M\u00e4dchen ohne Kopftuch unter Druck geraten, intervenieren Sie \u2013 aber nicht unter Bezug auf religi\u00f6se Fragen, sondern weil einige Jugendliche andere unter Druck setzen. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Eine These: Je weniger an M\u00e4dchen und Familien \u201egezerrt\u201c wird, desto freier sind sie in ihren Entscheidungen. <\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item title=&#8220;Fallbeispiel 2: Verweigern des Handschlags&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; body_ul_item_indent=&#8220;30px&#8220; open=&#8220;off&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Bei einer Feierlichkeit anl\u00e4sslich des Abiturs verweigert ein muslimischer Jugendlicher den Handschlag als eine Lehrerin ihm gratulieren will. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #4e7b96;\"><strong>Hintergrund:<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\"><strong>\u00a0<\/strong><br \/><\/span><\/span><span style=\"color: #4e7b96;\">Die allermeisten Muslim*innen weltweit geben anderen Menschen die Hand. Manche vermeiden aber den K\u00f6rperkontakt mit fremden Angeh\u00f6rigen des anderen Geschlechts &#8211; aus Respekt, wie sie sagen. Wenn Jugendliche nicht die Hand geben wollen, spielen oft jugendtypische Suchprozesse eine Rolle: Wer bin ich? Welche Rolle spielt Religion f\u00fcr mich? Was verlangen sie von mir? Meist steht hinter einer Handschlagsverweigerung nicht der Wunsch nach Abgrenzung\/Segregation. Nicht die Hand zu geben, wird vielmehr von Jugendlichen zum Symbol vermeintlicher \u201eislamischer\u201cBesonderheit aufgeladen, deren Anerkennung sie einfordern. Das wird provokativ (und soll es auch), ist aber meist ein Experiment.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>P\u00e4dagogische Optionen: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Best\u00e4rken Sie nicht \u201eWir-und Die-Diskurse\u201c, indem Sie \u00fcber \u201eunsere\u201c Werte und Gebr\u00e4uche sprechen. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Fragen Sie die Jugendlichen, was ihnen an ihrer Art der Begr\u00fc\u00dfung wichtig ist. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Greifen Sie unterschiedliche Formen der Begr\u00fc\u00dfung auf: Worum geht es dabei? <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Sp\u00fcren Sie den Anliegen der Jugendlichen nach, nehmen Sie diese ernst, gehen Sie aber davon aus, dass es sich um Suchprozesse handelt. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Im Fall ideologischer Verh\u00e4rtung suchen Sie sich Unterst\u00fctzung. <\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item title=&#8220;Fallbeispiel 3: Internationale Konflikte &#8211; Jugendliche ergreifen einseitig Partei in Kriegen und Konflikten &#8220; open=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; body_ul_item_indent=&#8220;30px&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Im Klassenzimmer findet eine politische Diskussion statt und einige der Sch\u00fcler*innen beziehen als es um einen gewaltsamen Konflikt geht, einseitig Partei.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #4e7b96;\"><strong>Hintergrund:<\/strong><br \/><\/span><span style=\"color: #4e7b96;\">Internationale Konflikte besch\u00e4ftigen Jugendliche und f\u00fchren mitunter zu schwierigen Situationen \u2013 z.B. wenn Jugendliche vehement Partei ergreifen. Das kann mit pers\u00f6nlicher\/famili\u00e4rer Betroffenheit zu tun haben; mit dem Gesp\u00fcr f\u00fcr politische widerspr\u00fcchliche Interessenkonstellationen (bspw. Ist Saudi-Arabien eine islamistische Diktatur und trotzdem Verb\u00fcndeter \u201edes Westens\u201c); oder allgemein mit dem Protest gegen Ungerechtigkeit bzw. dem Mitgef\u00fchl f\u00fcr Opfer von Krieg und Gewalt. Auch eigene Diskriminierungserfahrungen k\u00f6nnen dazu beitragen, dass sich Jugendliche mit anderen \u201eBetroffenen\u201c verbunden f\u00fchlen \u2013 zum Beispiel als Muslim_innen. Internationale Konflikte bieten dann einen Resonanzboden zur Best\u00e4tigung eigener Wahrnehmungen. Das k\u00f6nnen auch Salafisten nutzen, wenn sie Konflikte in ihrem Sinne (Muslim_innen als Opfer) darstellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>P\u00e4dagogische Optionen: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Greifen Sie regelm\u00e4\u00dfig aktuelle Ereignisse auf (\u201eAktuelle Stunde\u201c) und geben Sie Jugendlichen Raum f\u00fcr ihre Gef\u00fchle und Gedanken. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>W\u00fcrdigen Sie Empathie\/Engagement\/Kritik\/Protest der Jugendlichen! <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Die Differenzierung kann in einem zweiten Schritt folgen: Worum geht\u2019s in dem Konflikt? Vergleichen Sie Konflikte. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>\u00dcben Sie Perspektivenwechsel: Wie sehen es die Akteure\/Kriegsparteien? <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Sprechen Sie \u00fcber Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit: Wie wollen wir leben? <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Intervenieren Sie erst, wenn Protest und Kritik in abwertende Ideologien und Feindbilder kippen. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>\u00dcberlegen Sie, welche Handlungsoptionen f\u00fcr Jugendliche im Umgang mit diesen Konflikten bestehen (Foren, Leserbriefe, Spende \u2026). <\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][et_pb_accordion_item title=&#8220;Fallbeispiel 4: \u201cPierre Vogel? Find ich cool\u2026 \u201c &#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; body_ul_item_indent=&#8220;30px&#8220; open=&#8220;off&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span>\u00a0<\/span><\/strong><span>Ein Jugendlicher bezieht sich positiv auf den Salafismus bzw. islamistische Prediger. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #4e7b96;\"><strong>Hintergrund:<\/strong><\/span><br \/><span style=\"color: #4e7b96;\">Jugendliche befinden sich in Suchprozessen. Dabei kann Religion zu einem Identit\u00e4tsbaustein werden &#8211;<span>\u00a0 <\/span>gerade wenn sie \u201eihre\u201c Religion und ihre Zugeh\u00f6rigkeit infrage gestellt sehen. Hier k\u00f6nnen auch salafistische Angebote ansetzen, wie z.B.: eine Gemeinschaft, in der sie sich zugeh\u00f6rig, anerkannt, stark und \u00fcberlegen f\u00fchlen k\u00f6nnen; religi\u00f6ses \u201eWissen\u201c und Orientierung, M\u00f6glichkeiten zur Selbstinszenierung (Aufmerksamkeit); und Positionierungen gegen tats\u00e4chliche und unvermeintliche Ungerechtigkeiten. Damit kann der Salafismus attraktiv f\u00fcr alle (auch nicht-muslimische Jugendliche) sein. Er markiert ein gesellschaftliches Vakuum: Denn wenn die Bed\u00fcrfnisse und Interessen vieler Jugendlichen in der Gesellschaft nicht gen\u00fcgend bedient werden, kommen eben andere und geben <i>ihre<\/i> Antworten. Dabei sind Positionen von Pierre Vogel und andren meinst nicht direkt als \u201eextremistisch\u201c oder antipluralistisch erkennbar. Wenn sich Jugendliche darauf beziehen, ist das also nicht unbedingt Ausdruck ihrer N\u00e4he zum Salafismus.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>P\u00e4dagogische Optionen: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Gehen Sie mit Bez\u00fcgen auf salafistische Prediger (o.\u00e4.) m\u00f6glichst unaufgeregt um. Betrachten Sie Provokationen zun\u00e4chst als Gespr\u00e4chsangebote. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Stellen Sie das \u201eProblematische\u201c der Positionen in den Vordergrund (z.B. die Abwertung). Fragen Sie die Gruppe nach anderen Formen der Abwertung. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Sprechen Sie \u00fcber Religion und unterschiedliche Formen von Religiosit\u00e4t. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Geben Sie den Jugendlichen Raum: Eigene Gedanken sch\u00fctzen vor simplen Weltbildern. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Erwecken Sie nicht den Eindruck, \u201eden Islam\u201c infrage stellen zu wollen. Dann k\u00f6nnen Sie darauf vertrauen, dass die meisten \u201eIhrer\u201c Jugendlichen den Salafismus ablehnen und zum Ausdruck bringen, wie peinlich sie die Prediger finden. <\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><span>Achten Sie immer auf Ver\u00e4nderungen bei Jugendlichen. Vertrauen Sie dabei auf Ihre Erfahrungen und Ihr p\u00e4dagogisches \u201eBauchgef\u00fchl\u201c. <\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_accordion_item][\/et_pb_accordion][et_pb_text ul_item_indent=&#8220;30px&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; text_font_size=&#8220;16px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; ul_line_height=&#8220;1.9em&#8220; header_3_font=&#8220;|600|||||||&#8220; header_3_text_color=&#8220;#d21a50&#8243; custom_margin=&#8220;||0px|||&#8220;]<\/p>\n<p><span>Bei Hinweisen auf Radikalisierung: Sprechen Sie im Kollegium, lassen Sie sich beraten.<\/span><\/p>\n<p>Nachdem Sie die vier oben aufgef\u00fchrten Beispiele durchgearbeitet haben, denken Sie bitte zur\u00fcck an ein Beispiel, bei dem Sie Schwierigkeiten hatten, mit unterschiedlichen kulturellen Positionen in der Schule umzugehen. Dann gehen Sie das \u201eRezept f\u00fcr alle F\u00e4lle\u201c durch (aus ufuq.de: &#8222;The kids are alright&#8220;), und \u00fcberlegen Sie, wie Ihnen die aufgef\u00fchrten Tipps in \u00e4hnlichen Situationen helfen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><span>Ein Rezept \u201eF\u00fcr alle F\u00e4lle\u201c in sechs Schritten:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Schritt eins:<\/strong><span> Beziehen Sie schwierige Positionen und Konflikte nicht auf Kultur, Islam und Islamismus! Oder anders: Fragen Sie nicht, was \u201eproblematische\u201c und provozierende Positionen oder Verhaltensformen von Jugendlichen im Islam, Kultur oder Islamismus zu tun haben k\u00f6nnten. <\/span><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n<p><span><\/span><strong>Schritt zwei:<\/strong><span> Fragen Sie vielmehr: a) Worum geht es hier eigentlich? Was ist das \u201eThema hinter dem Thema?\u201c b) Handelt es sich vielleicht um eine Reaktion auf Erfahrungen, die der_die Jugendliche in meinem Unterricht, in unserer Schule oder in der Gesellschaft gemacht hat? <\/span><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n<p><span><\/span><strong>Schritt drei:<\/strong><span> Sagen Sie \u201eJa\u201c, seinen Sie offen und interessiert f\u00fcr das Anliegen (auch wenn es in Form einer Provokation zum Ausdruck kommt) und geben Sie den Jugendlichen ausreichend Raum und Zeit, Ihre Ansichten und Perspektiven dazulegen und auszutauschen. <\/span><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n<p><span><\/span><strong>Schritt vier:<\/strong><span> Sagen Sie nur dann \u201eAber\u2026\u201c, d.h. intervenieren Sie erst, wenn es dabei <strong>a<\/strong>bwertenden und <strong>a<\/strong>nti-pluralistischen Positionen sowie zu <strong>a<\/strong>bsoluten Wahrheitsanspr\u00fcchen (Merkform: <strong>aaa<\/strong>) kommt und diese in der Gruppe unwidersprochen bleiben. <\/span><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n<p><span><\/span><strong>Schritt f\u00fcnf:<\/strong><span> Fragen Sie die Jugendlichen nach ihren W\u00fcnschen und Vorstellungen zu jeweiligen Themen (\u201eWie wollen wir leben?\u201c) und regen Gespr\u00e4che und Diskussionen an.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n<p><span><\/span><strong>Schritte sechs:<\/strong> Wenn ein Gespr\u00e4ch oder eine Diskussion in der Gruppe diesem Thema gelingt, haben wir unsere p\u00e4dagogische Aufgabe erf\u00fcllt und k\u00f6nnen zufrieden nach Hause gehen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#D21A50&#8243; background_image=&#8220;https:\/\/practice-school.eu\/wp-content\/uploads\/Accountant-Image-39.png&#8220; custom_margin=&#8220;-1px|||||&#8220; custom_padding=&#8220;0px||0px|||&#8220; locked=&#8220;off&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_3,1_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;27px||21px|||&#8220; locked=&#8220;off&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/practice-school.eu\/de\/exercise-4-cultural-shock\/&#8220; button_text=&#8220;Gehe zu \u00dcbung 4&#8243; button_alignment=&#8220;left&#8220; button_alignment_tablet=&#8220;center&#8220; button_alignment_phone=&#8220;center&#8220; button_alignment_last_edited=&#8220;on|phone&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_text_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_border_width=&#8220;0px&#8220; button_border_radius=&#8220;7px&#8220; button_font=&#8220;|600|||||||&#8220; button_icon=&#8220;%%23%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; locked=&#8220;off&#8220; button_bg_color__hover_enabled=&#8220;on|hover&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_button][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/practice-school.eu\/de\/part1\/module6#goback_module6_exercise4-5&#8243; button_text=&#8220;Gehe zur\u00fcck zu Modul  6&#8243; button_alignment=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.6.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;16px&#8220; button_text_color=&#8220;#d7184f&#8220; button_bg_color=&#8220;#ffffff&#8220; button_border_width=&#8220;0px&#8220; button_border_radius=&#8220;3px&#8220; button_font=&#8220;|600|||||||&#8220; button_icon=&#8220;%%23%%&#8220; button_icon_color=&#8220;#d7184f&#8220; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; button_text_size_tablet=&#8220;&#8220; button_text_size_phone=&#8220;&#8220; button_text_size_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; button_icon_color_tablet=&#8220;&#8220; button_icon_color_phone=&#8220;&#8220; button_icon_color_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; locked=&#8220;off&#8220; button_icon_color__hover_enabled=&#8220;on|hover&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_button][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Folgenden werden vier Fallbeispiele f\u00fcr interkulturelle Konflikte in der Schule vorgestellt (Quelle: Ufuq.de \u2013 \u201eThe kids are alright\u201c, leicht modifiziert). 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