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Modul 4: Kultur und kulturelle Identität

Der Bericht zur Vorbeugung von Radikalisierung und Rekrutierung von Europäischen Bürger*innen durch terroristische Organisationen “Report on the prevention of radicalisation and recruitment of European citizens by terrorist organisations” (European parliament 2015) betont die hohe Bedeutung einer Befähigung von Lehrer*innen gegen Diskriminierung und Rassismus in der Schule aktiv vorzugehen. Darüber hinaus werden folgende essenzielle Bestandteile einer wirksamen Radikalisierungsprävention genannt:

  • Die bedeutsame Rolle von Bildung und unterstützenden Lehrer*innen, die sowohl soziale Zugehörigkeiten stärken als auch ein Zugehörigkeitsgefühl fördern
  • Die Entwicklung von Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen im Zusammenhang mit zentralen Werten
  • Die Förderung von bürgerschaftlichen und interkulturellen Kompetenzen, kritischem Denken und Medienkompetenz
  • Die Unterstützung junger Menschen bei der Entwicklung zu aktiven, verantwortungsvollen, aufgeschlossenen Mitgliedern der Gesellschaft
  • Die Bildung von Resilienz durch das Schaffen einer sicheren Umgebung, in der sich Zeit genommen wird für Auseinandersetzung und das Erkunden kontroverser und heikler Inhalte
  • Die Wichtigkeit von interreligiösem und interkulturellem Dialog als Mittel, um sozialen Zusammenhalt, Inklusion, Vermittlung und Versöhnung zu erreichen

Vor diesem Hintergrund benötigen Lehrer*innen Methoden, um einen interkulturellen Dialog in ihren Schulen anzustoßen und zu begleiten und Räume zur Reflexion sensibler Aspekte in diesem Zusammenhang zu schaffen. Das folgende Modul soll Lehrer*innen Zugang zu geeigneten Methoden verschaffen.

LERNZIELE

Das übergeordnete Ziel dieses Moduls ist es, Lehrer*innen zu befähigen, Methoden anzuwenden, die zu einer interkulturellen Sensibilisierung der Schüler*innen beitragen und einen interkulturellen Dialog fördern. Nach der Arbeit mit diesem Modul sind Sie in der Lage:

  1. Passende Methoden für die pädagogische Arbeit mit ihren Schüler*innen auszuwählen, die zur interkulturellen Sensibilisierung und zum interkulturellen Dialog beitragen
  2. Methoden zur Förderung einer interkulturellen Sensibilisierung und eines interkulturellen Dialogs praktisch anzuwenden.

Im Folgenden werden daher konkrete und praktische Methoden beschrieben, die mit Schüler*innen in der Schule durchgeführt werden können. Die Methoden sind in drei verschiedene Teile untergliedert, denen jeweils unterschiedliche Lernziele für die Schüler*innen zugeordnet sind: 

TEIL A

Mach es sichtbar! Lernaktivitäten, die sich der kulturellen Diversität im Klassenzimmer widmen

Diese Lernaktivitäten können eingesetzt werden, um den eigenen kulturellen Hintergrund und den der Klassenkamerad*innen zu reflektieren und für verschiedenen kulturelle Identitäten zu sensibilisieren bzw. einen Dialog in diesem Kontext anzuregen.

TEIL B

Simulationsspiele zum Umgang mit kulturellen Unterschieden

Diese Lernaktivitäten können eingesetzt werden, um Schüler*innen zur Reflexion über den eigenen Umgang mit anderen Kulturen anzuregen und sie dabei zu unterstützen geeignete von weniger geeigneten Handlungsstrategien in diesem Zusammenhang zu unterscheiden.

TEIL C

Kein Raum dem Rassismus: Lernaktivitäten, die Exklusion, Stereotypisierung und Diskriminierung thematisieren 

Diese Lernaktivitäten können eingesetzt werden, um die Reflexion von Schüler*innen darüber anzuregen, inwiefern kulturelle Identitäten mit machtvollen bzw. weniger machtvollen gesellschaftlichen Positionen verknüpft sind, sowie über die damit verbundenen Mechanismen von Stereotypisierung, Exklusion bzw. Diskriminierung. Hierbei gilt es auch neben der reinen Reflexion, Empathie zu entwickeln.

THEORETISCHER HINTERGRUND

Teil A: Mach es sichtbar! Lernaktivitäten, die sich der kulturellen Diversität im Klassenzimmer widmen

Aktuell sind Europäische Schulen zunehmend von kultureller Diversität gekennzeichnet. In vielen Schulen sind die Anteile von Schüler*innen mit Migrationshintergrund sehr hoch. Auch sind an den meisten Schulen die unterschiedlichsten Religionen vertreten. Darüber hinaus gibt es auch viele andere Aspekte, in denen sich die hohe Diversität der Schüler*innen widerspiegelt, wie z.B. ihre physischen Fähigkeiten, ihre finanzielle Situation, ihre familiäre Situation usw.

Indem diese Diversität sichtbar gemacht wird und ein respektvoller Umgang damit unterstützt wird, kann herausgearbeitet werden, dass eine hohe Diversität eine Bereicherung und kein Hindernis darstellt.

 Die Lernaktivitäten 1 und 2 sollen zur Beschäftigung mit zentralen Aspekten kultureller Identität beitragen. Idealerwiese erfahren Schüler*innen hier Wertschätzung dafür, ein in ihrer Diversität einzigartiges Individuum zu sein. Dabei kommt den Lehrer*innen die zentrale Rolle zu, die Übung so zu begleiten, dass Unterschiede wertschätzend behandelt werden.

Part B: Simulationsspiele zum Umgang mit kulturellen Unterschieden

Sisk (1995) beschreibt Simulationsspiele als experimentelle Lernaktivitäten, die es wie bei „Alice im Wunderland“ ermöglichen, bestehende Annahmen in Frage zu stellen, Perspektiven zu erweitern und so Veränderungen ermöglichen. Laut Sisk verwandeln Simulationsspiele die Gegenwart in die mögliche Zukunft, sie stellen interaktive Möglichkeiten her, in denen neue Verhaltensweisen ausprobiert und neue Einstellungen und Standpunkte in einer sicheren Umgebung spielerisch übernommen und erprobt werden können. Insbesondere für das interkulturelle Lernen sind Simulationsspiele wertvoll, da sie in kurzer Zeit, sowohl kognitives als auch affektives Verstehen fördern und Perspektiven erweitern können (Sisk 1995 – Simulation Games as training tools. In: Fowler/Mumford – Intercultural Sourcebook: Cross-cultural training methods, S. 81f).

Es gibt eine ganze Reihe von Simulationsspielen, die im interkulturellen Kontext als Lernaktivitäten zur Verfügung stehen. Eins davon wird in Lernaktivität 3 vorgestellt.

Part C: Kein Raum dem Rassismus: Lernaktivitäten, die Exklusion, Stereotypisierung und Diskriminierung thematisieren 

Auf der einen Seite kommen manche Schüler*innen gar nicht in die Verlegenheit über potentiellen oder tatsächlich vorhandenen Rassismus in ihrem Alltag nachzudenken, insbesondere wenn sie selber in einer privilegierten gesellschaftlichen Stellung leben. Auf der anderen Seite gibt es Schüler*innen, die Stereotypisierungen, Diskriminierungen oder Ausschlussmechanismen in der Schule oder anderswo selbst erleben. Dennoch werden diese Themen selten in der Schule aufgegriffen.

Die Übungen in diesem Teil sind so konzipiert, dass sie Raum für Reflexion bieten, über den Zusammenhang zwischen machtvollen und weniger machtvollen gesellschaftlichen Positionen, sowie über Ausschlussmechanismen, Stereotypisierung und Diskriminierung. Indem herausgearbeitet wird, wie diese Mechanismen Teil des eigenen Alltags und der eigenen Umgebung sind und Empathie für Betroffene entwickelt wird, kann ein Beitrag geleistet werden, die negativen Auswirkungen dieser Mechanismen im eigenen Umfeld zu reduzieren.

Lernaktivität 4 widmet sich dem Phänomen stereotyper Faschings- bzw. Halloweenkostüme. Das Verkleiden in Form eines Kostüms, das sich in stereotyper Weise an bestimmten Ethnien oder Kulturen orientiert, wird häufig als problematisch und auch rassistisch von Menschen, die dem betreffenden Kulturkreis angehören, erlebt. Dieser kontroverse Zusammenhang eignet sich, um eine komplexe und vielschichtige Diskussion zum Thema Stereotype und Rassismus anzuregen.   

Lernaktivität 5 thematisiert das Verhältnis von Minderheit und Mehrheit und die damit verbundenen Dynamiken.

Lernaktivität 6 ermöglicht Einsicht in die Art und Weise, wie Stereotype beeinflussen, wie wir Menschen, die kulturellen Minderheiten angehören, wahrnehmen.

LERNAKTIVITÄTEN

LITERATUR UND INTERNETQUELLEN

Council of Europe (2016): Education pack All different All equal. https://rm.coe.int/1680700aac

European Parliament (2015): Report on the prevention of radicalisation and recruitment of European citizens by terrorist organisations. http://www.europarl.europa.eu/doceo/document/A-8-2015-0316_EN.pdf#page=2&zoom=auto,-107,6

Kriz & Nöbauer (2002): Teamkompetenz – Konzepte Trainingsmethoden, Praxis.

Sisk (1995): Simulation Games as training tools. In: Fowler/Mumford – Intercultural Sourcebook: Cross-cultural training methods.

Sivasailam Thiagarajan & Raja Thiagarajan (2006): Barnga- A Simulation Game on Cultural Clashes.

The „Listen“ Project (2019) The LISTEN Manual: https://listen.bupnet.eu/wp-content/uploads/2019/02/LISTEN_IO3_Training_Manual_EN.pdf

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Coordinator – Centro per lo Sviluppo Creativo Danilo Dolci – Italy

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